Schulkonzept

Schulkonzept der Friedrich-Reimann-Grundschule

1. Einführung

Unsere Schule ist derzeit Lern- und Lebensraum für 207 Schülerinnen und Schüler. Vierzehn Lehrkräfte, elf Horterzieherinnen, zwei Sonderpädagogen sowie eine Referendarin unterstützen die Schüler beim Lernen und sozialen Miteinander im Unterricht sowie am Hortnachmittag. Ein ausgewogenes Verhältnis von Fordern und Fördern zu schaffen, ist dabei unser Ziel. Großen Wert legen wir auf die Zusammenarbeit mit allen an Schule Beteiligten. Der Begriff Schulfamilie besitzt für unsere Schule einen hohen Stellenwert und wird durch zahlreiche Aktionen in den vier Säulen unserer Schulentwicklung -Bewegung, Kunst, Musik und Umweltbildung- mit Leben erfüllt. Seit September 2011 haben wir uns zur „Musikalischen Grundschule Thüringen“ entwickelt und wurden zum Schuljahresende 2012/13 als solche zertifiziert.

2. Lehren und Lernen

Grundlage für das Lehren und Lernen an unserer Schule sind der Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre sowie die Thüringer Lehrpläne für die Grundschule. Entsprechend der gewachsenen Heterogenität unserer Schülerschaft versuchen wir, es jedem Kind zu ermöglichen, seine eigene Identität zu entwickeln. Wir vermitteln den Schülern Grundfertigkeiten in den jeweiligen Fächern, die die Basis für ein erfolgreiches lebenslanges Lernen bilden. In allen Unterrichtsbereichen werden mittels kindorientierten Inhalten und Themen Lernkompetenzen als zentrales Unterrichtsziel vermittelt. Gemäß seinem Entwicklungsstand erwirbt jedes Kind auf seinem individuellen Lernweg Sach-, Methoden-, Selbst- sowie Sozialkompetenz. Dabei finden sowohl Kinder ohne als auch mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht ihren Platz.

3. Organisation des Schultages

Die Rhythmisierung des Unterrichtsvormittages in Blockunterricht sowie voneinander getrennte Ess- und Bewegungspausen eröffnen Pädagogen und Schülern die Möglichkeit, den Ablauf des Schulalltages in einer verlässlichen Struktur zu erleben und zu gestalten. Diese Struktur setzt sich auch am Hortnachmittag fort. Die Stundentafel wird durch ein breitgefächertes Ergänzungsstundenangebot und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften bereichert sowie durch Interessengemeinschaften am Nachmittag erweitert. Prägend für unsere Schule ist der fakultativ angebotene Bläserklassenunterricht in Klasse 3 und 4.

4. Gestaltung des Schulentwicklungsprozesses

Die Gestaltung des Schullebens wird von den vier Säulen unserer Schulentwicklung getragen. Alle Pädagogen arbeiten entsprechend ihren Interessen in einem der vier Teams mit den Themenschwerpunkten Bewegung, Kunst, Musik und Umweltbildung. Auch andere Mitglieder der Schulfamilie bringen sich in diese Bereiche ein: Eltern, Großeltern, Vereine, Kooperationspartner, Schulträger usw. Ein am Anfang des Schuljahres im Kollegium erstellter Aktionsplan ist Grundlage für eine vielfältige Gestaltung des Schullebens. Ein demokratisches Miteinander in diesem Prozess ist wiederum förderlich für eine Verbesserung des Schulklimas.

4.1. Bewegung

Bewegung muss als natürliches Verhalten in den zumeist sitzenden Lebensalltag unserer Kinder integriert werden. Durch das ständige Schaffen von Bewegungs-anreizen soll uns das gelingen. Eines der wichtigsten Elemente im Leben unserer Kinder ist das Spiel. Die Neugier und die Lust zum Spielen sowie Bewegen sind angeboren. Diese Anlagen dürfen wir nicht verkümmern lassen. Wir müssen uns diese zu Nutze machen, um die Schüler physisch und psychisch leistungsfähiger werden zu lassen und damit eine Basis für Lernerfolge zu schaffen.

Deshalb ist es unser Ziel, dass jedes Kind auf seine Art und Weise Spaß an der Bewegung findet und damit die eigene gesunde Lebensweise fördert. Wir wollen erreichen, dass sich jedes Kind mindestens einmal täglich unabhängig vom Sportunterricht möglichst intensiv sportlich betätigt. Das Erleben eines angenehmen Gemeinschaftsgefühls bei einem fairen sportlichen und spielerischen Miteinander soll unsere Schüler stark machen. Eine breite Vielfalt an Angeboten soll zum Bewegen animieren. Unsere Angebote werden vonNachhaltigkeit geprägt sein, wenn viele Kinder Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit nach Hause nehmen, wenn sie Freude an der Bewegung als Motivation für eine gesunde Lebensweise entwickeln, wenn bei Wettkämpfen unsere Sportler für ihre Schule gern an den Start gehen und sich damit unserer Grundschule verbunden fühlen.

Tägliche /wöchentliche bzw. regelmäßige Angebote

>Spielekisten in jeder Klasse

>Regenpausenbewegungsangebote

>Laufbahnspiele

>Bewegungsfreundlicher Schulhof

>Methodische Bewegungspausen im Unterricht

>Kooperationsvereinbarungen mit Sportvereinen im Fußball, Faustball, Tischtennis,

Leichtathletik

>Sportliche Ergänzungsstundenangebote

>Sportförderunterricht

>Bewegungsnachmittag im Hort

>Lehrer- und Erziehersport

>Bewegungsangebot in der Dienstberatung

Einmalige Veranstaltungen

>Bewegungsprojekte orientiert an aktuellen Ereignissen

>Schulinterne Wettkämpfe

>Regionale Wettkämpfe in verschiedenen Sportarten

>Winterlager

4.2. Kunst

In Bezug zum Namensgeber unserer Schule erfahren die Schüler, warum unsere Schule den Namen „Friedrich Reimann“ trägt. Sie lernen Werke seines Schaffens kennen. Die Kinder arbeiten aktiv an der Ausgestaltung der Schule mit. Kreativität und der Blick für das Schöne werden bei den Schülern weiter gefördert. Sie lernen dabei, die Arbeiten anderer zu schätzen, zu achten und anzuerkennen. Parallel wird die Übernahme von Mitverantwortung für Sauberkeit und Ordnung im Schulhaus angestrebt.

Tägliche/ wöchentliche/ regelmäßige Angebote

>Künstlerische Ergänzungsstundenangebote

>Interessengemeinschaften im Hort mit künstlerischen Schwerpunkten

Einmalige Veranstaltungen:

>Friedrich-Reimann-Zeichenwettbewerb

>Weihnachtskartenaktion

>Lesewettbewerbe

4.3. Musik

„Musik als bedeutsames Kommunikations- und Ausdrucksmittel verbindet körpersinnliche sowie geistige Betätigung und ermöglicht ästhetische Erfahrungen auf vielen Ebenen.“ – so heißt es im Thüringer Bildungsplan für Kinder bis zu 10 Jahren. Wie in vielen anderen Bereichen bilden sich die Grundlagen zum Musikverständnis in den ersten zehn Lebensjahren, also auch in der Grundschulzeit, heraus. Eigenes Musizieren und die aktive Auseinandersetzung mit Musik unterstützen die Entwicklung des sinnlichen, sprachlichen und motorischen Selbstausdrucks und damit die Persönlichkeitsentwicklung, dienen dem körperlichen und seelischen Wohlbefinden, stärken die kindliche Lernfreude und verbessern das soziale Miteinander an der Schule.

Um der besonderen Rolle der Musik in der frühkindlichen Bildung gerecht werden und die obengenannten Potenzen umfassend nutzen zu können, haben wir uns zur „MusikalischenGrundschule Thüringen“ entwickelt. Die Musik durchdringt alle Bereiche des Schulalltages, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Schulfamilie und beeinflusst das Schulklima positiv. In allen Unterrichtsfächern wird sie genutzt, um das Lernen freudvoll zu gestalten, Unterrichtsinhalte besser einzuprägen und den Schultag zu rhythmisieren.

Obwohl die Musik im gesamten Schulleben eine große Rolle spielt, bildet der Musikunterricht den Kern musikalischer Bildung und Erziehung. Alle Musikstunden werden von ausgebildeten Musiklehrern unterrichtet und finden in einem großen Musikraum mit einer breitgefächerten Instrumentenausstattung statt. Praktische Tätigkeiten wie Singen, Musizieren, Tanzen bilden den Schwerpunkt des Unterrichts. Beim Hören von Musik stehen neben dem bewussten Zuhören vor allem die Vermittlung von Toleranz und Achtung gegenüber den musikalischen Leistungen anderer im Mittelpunkt. Eine besondere Form des Klassenmusizierens bieten unsere Bläserklassen. Im 3. und 4. Schuljahr haben die Schüler die Möglichkeit, im Rahmen des Musikunterrichts in einem kleinen Blasorchester zu musizieren. Bei diesem Projekt unterstützen uns die Lehrer der Städtischen Musikschule „Fritz Sporn“, die den fachgerechten Instrumentalunterricht übernehmen.

Tägliche/ wöchentliche/ regelmäßige Angebote

>Montagssingen

>Musikalische Ergänzungsstundenangebote

>Bläserklassen

>Schreibtanz

>Pausenmusik

>Musikalische Angebote am Nachmittag. Zwergenchor, Spielspaßorchester,

Flötenunterricht

>Musikalische Interessengemeinschaften im Hort

>Musikalische Angebote in der Dienstberatung

>Schulrap und Schulhymne

>Theater- und Konzertbesuche

>Schuleigenes Liederbuch

>Talentwettbewerbe

Einmalige Veranstaltungen:

>Weihnachtskonzert

>Frühlingskonzert

>Musikalischer Start in die Ferien

>Konzerte der Bläserklasse

>Lehrer-Eltern-Erzieherband

4.4. Umweltbildung

Die uns umgebene Natur mit Landschaften, Tieren und Pflanzen bildet die Grundlage unserer Lebensexistenz. Es zählt deshalb zu den wichtigsten Bildungszielen des Unterrichts, die Schülerinnen und Schüler naturorientiert zu erziehen. Sie sollen Natur kennenlernen, verstehen und zur Einsicht gelangen, dass der Mensch von ihr abhängig ist, dass sie für ihn die Grundlage seines Lebens bildet. Die Schüler erleben dabei die Natur in konkreter Begegnung und lernen, diese zu ehren und zu achten. "Was unsere Schüler nicht kennen, wird ihnen auch nichts bedeuten. Und was ihnen nichts bedeutet, werden sie auch nicht schätzen. Und was sie nicht schätzen, werden sie auch nicht schützen." (aus: L. Blaum, W. Kratzer, M. Pappler - Umwelterziehung in der Grundschule, München, 1989) Die Kinder sollen ihre Umwelt mit allen Sinnen erleben, begreifen und wertschätzen.

Tägliche/ wöchentliche/ regelmäßige Angebote

>Nutzung des Schulgartens mit Teich, Hochbeet, Wiese, Insektenhotel, Fühlpfad usw. zu vielfältigen Aktivitäten

>Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zum biologischen Obst- und Gemüseanbau im Unterricht und darüber hinaus

>Miniprojekte am Schulvormittag und Hortnachmittag zum Ernten und Verarbeiten der Anbauprodukte

>Ergänzungsstundenangebote mit Schwerpunkt Umweltbildung

>Interessengemeinschaften im Hort mit ökologischem Bezug

>Fächerübergreifende Erziehung zum umweltfreundlichen Verhalten

Einmalige Veranstaltungen:

>Umweltprojekte

>Schulgarteneinsatz mit der ganzen Schulfamilie

Unsere Teams arbeiten nicht losgelöst voneinander. Regelmäßige Absprachen der Teamleiter in der Steuergruppe gewährleisten eine gute Verknüpfung der Aktionen, wobei Verantwortlichkeiten klar geklärt werden.

Zeulenroda-Triebes im September 2013